The impact of globalization on the consumption patterns of the Less Affluent World are examined, drawing on examples of consumer culture contact with the More Affluent World. We find that rising consumer expectations and desires are...
moreThe impact of globalization on the consumption patterns of the Less Affluent World are examined, drawing on examples of consumer culture contact with the More Affluent World. We find that rising consumer expectations and desires are fueled by global mass media, tourism, immigration, the export of popular culture, and the marketing activities of transnational firms. Yet rather than democratized consumption, these global consumption influences are more apt to produce social inequality, class polarizations, consumer frustrations, stress, materialism, and threats to health and the environment. Alternative reactions that reject globalization or temper its effects include return to roots, resistance, local appropriation of goods and their meanings, and especially creolization. Although there is a power imbalance that favors the greater influence of affluent Western cultures, the processes of change are not unidirectional and the consequences are not simple adoption of new Western values. Local consumptionscapes become a nexus of numerous, often contradictory, old, new and modified forces that shape unique consumption meanings and insure that the consumption patterns of the Less Affluent World will not result in Western consumer culture writ globally. Der Beitrag behandelt die Auswirkungen der Globalisierung auf die Konsummuster von weniger entwickelten Gesellschaften und bezieht sich auf beispielhafte Berührungen ihrer Konsumkultur mit Wohlstandsgesellschaften. Er zeigt, daß eine Wirkungskombination aus weltweit agierenden Massenmedien, aus Tourismus und Einwanderung, aus dem Export von Alltagskultur und aus grenzüberschreitenden Marketingaktivitäten zu zunehmenden Erwartungen und Wünschen der Verbraucher führt. Anstelle eines demokratisierten Konsums bewirken diese globalen Konsumeinflüsse jedoch eher soziale Ungleichheit, gesellschaftliche Polarisation, Verbraucherfrustration, Stress, Materialismus und Gefahren für Gesundheit und Umwelt. Als alternative Reaktionen, die eine Globalisierung ablehnen oder ihre Auswirkungen abmildern wollen, kennzeichnet der Beitrag die Rückkehr zu den regionalen Wurzeln, den Widerstand der Verbraucher, die lokale Anpassung von Allerweltsgütern und Veränderung ihrer subjektiven Bedeutungen, sowie vor allem eine “Kreolisierung” im Sinne einer eigenständingen Vermischung und Verschmelzung von Bedeutungsgehalten der unterschiedlichsten Herkunft. Wenn es auch ein Machtungleichgewicht zugunsten eines größeren westlichen kulturellen Einflusses gibt, so gehen die Veränderungsprozesse dennoch nicht einseitig in eine Richtung und das Ergebnis besteht nicht einfach in der Übernahme neuer westlicher Werte. Regionale Konsumpanoramen ergeben sich als Verknüpfung zahlreicher, oft widersprüchlicher, alter, neuer und modifizierter Kräfte, die eigenständige Konsumbedeutungen schaffen und gewährleisten, daß die Konsummuster der weniger entwickelten Welt nicht generell einem westlichen Kulturdiktat unterworfen werden.